Tipps zum sicheren Surfen im Netz

Noch ist unsere Tochter nicht in dem Alter, in dem sie aktiv im Netz surft. Trotzdem kann es schon passieren, dass ich mein Smartphone nicht sperre und sie anfängt, bei Amazon zu shoppen oder Youtube-Videos aufruft. Aber das geschieht dann eher aus Versehen und nicht gewollt. Dennoch möchte ich sie früh an das Medium „Internet“ heranführen. Ihr die Möglichkeiten aufzeigen, die das Netz bietet und auf die Gefahren hinweisen.

Für den Anfang möchte ich sie aber gern in einer Art „Safe Zone“ wandeln lassen.  Ich möchte ihr den Raum geben sich frei entfalten zu können, ohne sie den Gefahren von Sexting oder Fake News auszusetzen.  Das kann man durch verschiedene Mittel erreichen. Da mein Mann Itl-er ist, wird es nicht schwer fallen, beispielsweise nur bestimmte sichere Kinderwebseiten freizuschalten. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass nur altersgerechte Informationen geliefert werden und die Community überwacht ist – so werden die Gefahren schon eingeschränkt. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten das Surfen sicher zu gestalten. Dies fängt schon beim bewussten Surfen an:

  1. Das Internet vergisst nichts

Nutzern muss klar sein, dass jeder Kommentar, jedes Bild, jeder Like im Netz gespeichert wird und damit unwiderruflich Spuren hinterlassen hat.  Das wird vor allem dann problematisch, wenn der zukünftige Arbeitgeber auf peinliche Partybilder stößt. Daher sollte man niemals persönliche Daten wie die Anschrift, Telefonnummer, Mailadresse, Schulnoten oder auch Termine veröffentlichen. Intime Bilder sind ohnehin tabu. Auch die Daten anderer Menschen – auch, wenn es die der eigenen Familie sind – sind sensibel zu behandeln und dürfen nicht ins Netz gestellt werden. Kindern und Jugendlichen muss klar sein, dass ihr Verhalten große Auswirkungen haben kann. Wenn sich Jugendliche quer stellen, hilft es oftmals einfach ein wenig zu recherchieren: Googelt man den eigenen Namen und es kommen persönliche Daten zu Tage, überlegen sie sich das nächste Mal vielleicht dreimal, was sie online stellen.

  1. Verbote schützen nicht

Natürlich kann man seinem Kind generell den Zugang zum Netz verweigern. Facebook, Instagram und Co. verbieten und vielleicht sogar die Internetnutzung überwachen. Aber ist den Kindern damit wirklich geholfen? Eher nicht. Es ist wie beim Radfahren: Um es eines Tages sicher zu beherrschen muss man üben, üben, üben. Wer seinen Kindern den Einstieg in die Medien nicht gewährt, riskiert, dass sie es vielleicht hinter dem Rücken der Eltern versuchen, mit den falschen Inhalten in Berührung kommen und sich blaue Flecken holen – oder schlimmer. Da hilft eine offene Kommunikation besser, als Heimlichtuerei. Gerade, wenn es um Gewalt und Pornographie geht, muss eine Aufklärung erfolgen: Warum ist das Frauenbild so verzerrt? Was ist das Problem am Einsatz von Gewalt, um bestimmte Ziele zu erreichen? Offene Kommunikation ist hier deutlich angebrachter, als der mühselige Versuch das Kind komplett fern zu halten.

Offene Kommunikation ist alles!

Wer sein Kind wirklich schützen möchte, sollte ihm die Gelegenheit geben, die Medienkompetenz zu stärken. Sprecht mit den Kindern über die möglichen Fallen und versucht den Zugang altersgerecht zu erweitern. Was altersgerecht ist, bestimmt in erster Linie das Kind – je nach Entwicklungsstand kann es früher oder später auf die digitalen Medien losgelassen werden. Probiert es einfach mal aus.

Apropos: Unsere Tochter (knapp 4 Jahre) nutzt bereits jetzt regelmäßig das Smartphone, um Videos zu schauen, wenn wir unterwegs sind. So ist auch eine mehrstündige Autofahrt einfach total entspannend, wenn Malbuch und Co. nicht mehr ausreichen. Dennoch ist sie ein sehr aktives Kind, kann sich mit sich selbst beschäftigen und lädt uns auch aktiv zum Spielen ein. Die Mischung macht´s!

Von | 2017-04-28T08:24:54+00:00 Januar 4th, 2017|Blog, Medienkompetenz|0 Kommentare

Über den Autor:

Yasmin Neese hat die Webagentur der result gmbh – Institut für digitalen Wandel seit 2015 unterstützt. Aktuell befindet sie sich in Elternzeit. Privat kennt man Sie unter dem Namen „Die Rabenmutti“. Hier schreibt Sie im gleichnamigen Blog zu den Themen Familie, Literatur, Rezepte, Produkte & Co.

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