Kinder ans Netz – aber wie?

In unserem netzofanten-Projekt wollen wir Grundschulkinder fit im Umgang mit dem Internet machen. Der Weg ins Netz führt in den meisten Fällen über einen PC. Und da haben wir schon das erste Problem: Wie eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands BITKOM ergab, sind Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Schulen zwar durchaus gewillt, digitale Medien im Unterricht einzusetzen, scheitern aber oft an den schlechten technischen Voraussetzungen in den Schulen. 88 Prozent der befragten Lehrer wünschen sich eine bessere Ausstattung mit schnelleren Internetzugängen und aktuelleren PCs.

Ein erster Besuch bei der Gemeinschaftsgrundschule Kürten-Olpe, an der wir unser netzofanten-Projekt starten, hat diesen Eindruck bestätigt. Die Lehrerinnen und Lehrer sind wirklich sehr engagiert, und es gibt für die Kinder auch schon eine tolle PC-AG – leider haben aber die wenigen PCs vor Ort ihre besten Tage schon hinter sich. Es ist nicht für jedes Klassenmitglied ein eigener Computer verfügbar.

 

Uns ist es wichtig, dass jedes der 26 Kinder das Erlernte direkt selbst umsetzen und erfahren kann. Es stand also fest: Wir brauchen für jedes Klassenmitglied einen eigenen PC. Dank der Unterstützung durch die Firma Nösse Datentechnik und unsere Schwesterfirma 3C DIALOG haben wir einen Pool an Laptops zusammengestellt, sodass jedes Kind im Rahmen unseres Projekts an einem eigenen Rechner arbeiten kann.
Die Grundsteine für einen erfolgreichen Projektstart sind gelegt. Gemeinsam mit unseren Trainern können wir uns nun mit den Schülerinnen und Schülern auf den Weg machen, das Internet gemeinsam zu durchforsten, Neues zu entdecken und zu lernen, wie man sich sicher im Internet bewegt.
In ein paar Wochen geht es los. Wir freuen uns drauf!

Autor: Daniel Plotzki

Bildquelle: CC-BY luc legay | flickr.com

Von | 2017-04-11T13:54:12+00:00 Oktober 31st, 2011|Allgemein, Blog|4 Kommentare

Über den Autor:

Netzofant

Der netzofant war in der Vergangenheit unterwegs, um Kindern und Lehrkräften an Schulen einen Einblick in die Welt der digitalen Medien zu geben. Diese Eindrücke hat er in vielen Beiträgen gesammelt und für euch bereitgestellt.

4 Kommentare

  1. Cäthe 31. Oktober 2011 um 10:19 Uhr- Antworten

    Ich freue mich auch sehr auf den Projektstart. Ein großer Dank schonmal an die Unterstützer, die es möglich machen, dass jedes Kind einen eigenen Laptop hat. Noch eine Frage zum Bild: Was ist denn das für eine „olle Möhre“ da?

  2. Daniel 31. Oktober 2011 um 12:26 Uhr- Antworten

    Die olle Möhre steht im Musée de l’Informatique in Paris. Ganz so betagt sind die PCs an der Schule dann doch nicht… ;)A propos betagt: What is a computer? http://www.youtube.com/watch?v=kccWna71sqk&feature=player_embedded

  3. Daniel Bracht 3. November 2011 um 9:27 Uhr- Antworten

    Die Infrastruktur ist immer sehr wichtig. Leider sind die Gelder, die den Schulen für derartige Förderungen zur Verfügung gestellt werden immer sehr gering bisweilen nicht vorhanden. Traurig eigentlich. Umso besser, wenn sich die Wirtschaft engagiert. Ich bin gespannt mit welchen tools ihr arbeiten werdet. Ich bin nach wie vor ein großer Fan von prezi, was auch im Education Bereich vor allem in Amerika viel eingesetzt wird. http://bit.ly/vhBy2O

  4. netzofant 16. November 2011 um 16:28 Uhr- Antworten

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, Beate! Auch wir haben überlegt, ob jedes Kind einen eigenen PC braucht oder nicht und haben uns letztlich dafür entschieden, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, das Gelernte selbst umzusetzen. Wie Du sagst, hat es aber auch Vorteile, wenn die Kinder sich gegenseitig erklären und unterstützen. Deswegen bauen wir zwischendurch immer wieder Phasen ein, in denen über den Stoff reflektiert wird und über das gesprochen wird, was die Kinder am PC erarbeitet haben.

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