Sabine Haas über das Vorlesungsfach Facebook

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Dozentin für Kommunikationsmanagement an der DHBW (Campus Heilbronn) hat unsere Geschäftsführerin Sabine Haas mit ihren Studentinnen und Studenten unter anderem eine »Facebook-Stunde« abgehalten. Was die angehenden Absolventen dabei gelernt haben, erzählen sie für unsere netzofant-Fan-Gemeinde in folgendem Blogbeitrag.

Soziale Netzwerke sind aus dem Alltag der heranwachsenden Generation nicht mehr wegzudenken. Die Nutzung dieser Netzwerke zu verbieten, ist kaum möglich und schon gar nicht empfehlenswert. Besser ist es, gemeinsam mit den Kindern den richtigen, sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit Facebook , Twitter und Co. zu erlernen. Im nachfolgenden Beitrag finden sich hilfreiche Tipps sowie Hinweise auf »Stolperfallen« im Geflecht des Facebook-Netzwerks.

Privatsphäre-Einstellungen

Die Sicherheit in Facebook spielt gerade bei der jüngeren Generation eine immense Rolle. Deswegen ist es wichtig, sich mit den Privatsphäre-Einstellungen auseinanderzusetzen. Diese sind im Profil oben rechts unter dem kleinen Zahnrad zu finden. Die erste wichtige Einstellung ist unter dem Punkt »Sicherheit« zu tätigen. Hier aktiviert man die Einstellung »sicheres Durchstöbern«. Unter »Privatsphäre« wird festgelegt, wer die Inhalte sehen kann, wer einen kontaktieren darf und von wem Nachrichten empfangen werden können. Hier kann zwischen den Möglichkeiten »Freunde«, »Freunde ohne Bekannte«, »Öffentlich«, »nur ich« und »benutzerspezifisch« entschieden werden.

Bei dem nächsten Reiter »Chronik und Markierungen« sei angeraten, alle Einstellungen auf »Freunde« zu setzen. So kann verhindert werden, dass Fremde einen Einblick auf die Seite des Nutzers bekommen.

Veranstaltungen bei Facebook sicher erstellen

In der Vergangenheit haben wir alle bereits mehrfach von »Facebook-Parties, die ausarteten« gehört. Meistens hatten die Veranstalter ihre Einladung zu der geplanten Party für alle User zugänglich gemacht, ohne zu ahnen, welche Konsequenzen dieser vergessene Klick nach sich ziehen kann. Manches Mal mussten Polizeibeamte eingreifen, da Hunderte von Menschen Privathäuser stürmten und ihrer Feierwut freien Lauf ließen. Um Veranstaltungen sicher erstellen zu können, sei Folgendes zu beachten:

Nachdem die Veranstaltung benannt und mit einem Veranstaltungsdatum versehen wurde, können die Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen werden. Es ist ratsam, die Veranstaltung nur für eingeladene Gäste zugänglich zu machen. Sofern man seinen Gästen vertraut, kann man das Häkchen im Kästchen »Gäste können Freunde einladen« gerne stehen lassen, ansonsten sollte es durch einen einfachen Klick entfernt werden. Nun nur noch die gewünschten Gäste einladen – fertig ist die sichere Veranstaltungseinladung!

Hauptmeldung – Neuste Meldung

Im Zentrum der Facebook-Seite sieht man Posts von den eigenen Freunden und all jenen Seiten, die man geliked hat. Hier hat man die Wahl zwischen »Hauptmeldungen« und »Neueste Meldungen«. Der Unterschied zwischen diesen beiden Möglichkeiten ist im Folgenden beschrieben.

Hauptmeldungen:
Hauptmeldungen sind Beiträge von Personen oder Seiten, auf die man in der Vergangenheit am häufigsten reagiert hat. Facebook hat hier einen Automatismus hinterlegt, sodass Beiträge von Personen oder Seiten, die man besonders oft liked, teilt oder kommentiert, auch am häufigsten angezeigt werden. Andersherum ist es so, dass Beiträge von Personen oder Seiten, auf die eher selten reagiert wird, ausgeblendet werden.

Neueste Meldungen:
»Um Meldungen in der Reihenfolge zu sehen, in der sie gepostet wurden, wechsle zu deinem Nachrichtenstrom ,Neueste Meldungen’«, beschreibt Facebook selbst diese Funktion. Das heißt ganz einfach, dass alle Beiträge aus dem Freundschaftsnetzwerk chronologisch geordnet sind.

Bilder hochladen

Hat Ihr Kind tolle Bilder von seinem letzten Ausflug gemacht? Oder möchte es lustige Bilder vom Haustier mit seinen Freunden teilen? Dann ab auf Facebook! Doch Vorsicht!!! Zuvor müssen einige Dinge beachtet werden.
Wichtig: Erklären Sie Ihrem Kind, dass es keine Bilder hochladen soll, von denen Sie nicht möchten, dass sie von bestimmten Menschen gesehen werden. Ihr Kind sollte Sie vor jedem Bild fragen – genau wie die Freunde (bzw. deren Eltern), die eventuell gemeinsam mit Ihrem Kind auf dem Bild zu sehen sind – ob sie sich mit dem Hochladen des Fotos einverstanden erklären. Eltern können besser beurteilen, ob Urheberrechte verletzt wurden oder ob es besser ist, ein Bild nicht hochzuladen. Sollten Sie mit Ihrem Kind das alles abgeklärt haben, geht es weiter zum eigentlichen Hochladen.

Und so werden Fotos hochgeladen:
Als Erstes klickt man oben auf der Startseite des eigenen Profils auf »Foto/Video hinzufügen«. Hier kann die Option »Fotoalbum erstellen« ausgewählt werden. Wählen Sie ein Bild aus, das Ihr Kind hochladen will. Wenn es mehrere Fotos gleichzeitig auswählen möchte, halten Sie die Strg-Taste gedrückt, während Sie auf die Bilddateien klicken.
Während die Dateien hochgeladen werden, können Sie einen Titel und ein Beschreibung für das Album hinzufügen. Zum Beispiel wählen Sie den Titel »Ein Tag im Zoo«. Mit der Publikumsauswahl kann man festlegen, wer das Album sehen darf. Wenn die Fotos hochgeladen sind, kann man noch Bildunterschriften, Markierungen und Orte hinzufügen. Auf der Fortschrittsleiste ist die verbleibende Zeit für das Hochladen des Albums zu sehen. Nach der Fertigstellung sollten Sie sich alles noch einmal mit Ihrem Kind anschauen. Danach können Sie auf »Fotos posten« klicken.

Fazit

Wie man sieht, ist der richtige Umgang mit Facebook gar nicht sooo schwer, praktisch ein Kinderspiel – man muss sich bloß damit auseinandersetzen. Wer noch mehr hilfreiche Erläuterungen zu den oben erwähnten Themen wünscht, dem sei das Online-Video »Klaus erklärt Facebook« auf YouTube ans Herz gelegt. Viel Spaß dabei!

Von | 2017-04-28T14:45:25+00:00 Oktober 16th, 2013|Allgemein, Blog, Digitales & Freizeit, Internet-Tipps|0 Kommentare

Über den Autor:

Netzofant
Der netzofant war in der Vergangenheit unterwegs, um Kindern und Lehrkräften an Schulen einen Einblick in die Welt der digitalen Medien zu geben. Diese Eindrücke hat er in vielen Beiträgen gesammelt und für euch bereitgestellt.

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